Ab nach Deutschland

22.10.2010

Das sind mal gemütliche Tage, das Wetter paßt, 23 Grad und Sonne (Für Mehr bitte auf der Start-Seite in der jeweiligen Positionen  oben rechts auf +Plus+ oder im Tagebuch oben auf Kommentar klicken) und so gammeln wir von einer Bucht zur nächsten.

Jetzt sind wir auch davon überzeugt, wir verbringen den Winter im Mittelmeer. Das war nicht immer so sicher, denn in letzter Zeit, als hier das Wetter so schlagartig gewechselt hat und es zeitweise doch ganz schön ungemütlich war, war das Thema Karibik wieder immer öfter im Gespräch. Aber jetzt haben wir eigentlich eine genaue Vorstellung, wie’s weiter geht. Ich fahre erst mal für eine Woche nach Deutschland, zur wahrscheinlich geilsten Halloween-Party, die Deutschland je gesehen hat und feier mal so richtig ab.

Am 02.11. flieg ich wieder zurück nach Palma und beim ersten passenden Wind geht’s über Menorca Richtung Sardinien und Sizilien nach Tunesien um noch etwas Sommer aufzuholen. Ab Mitte Dezember werden wir dann auf Malta unser Winterquartier beziehen, was so viel heißt wie in der Marina unseres Bootshändlers für 3 Monate festmachen. Vielleicht schaffen wir es ja dann da, daß Lagoon endlich mal unsere ganzen Reklamationen bearbeitet. Das sind Looser bei der Werft, wir warten seit Juli auf eine Antwort zu unseren Garantie-Arbeiten. Erst waren sie ja alle im Urlaub und jetzt haben sie sich wahrscheinlich schon in ihren Winterschlaf eingeigelt.
Wir sind vor 4 Wochen in Malle angekommen und gleich mit dem hiesigen Lagoon-Händler „Hector“ (na das ist ja mal ein Name, oder?) unsere Reklamationsliste durch gegangen und er hat uns auch zugesagt, dass er sich um alles kümmert. Wie gesagt, das war vor 4 Wochen, so zwischen durch ruft er mal an und dann braucht er noch von dem ein Bild und was war mit dem Motor gleich nochmal? Wirklich passiert ist aber noch nix, geschweige denn, dass wir irgend ein Datum haben wann das alles repariert werden soll. Vielleicht liegt’s ja auch da dran, dass Hector sein Büro direkt neben dem Ballermann in El Arenal hat und man da früher oder später einfach am Durchdrehen ist oder auf Durchzug schaltet. Ist uns aber auch wurscht, wenn der nicht dazu tut bis ich wieder zurück bin ziehen wir weiter, langweilt.
Mittlerweile haben wir fest gestellt, daß Harald’s Energie Konzept nicht funktioniert, da die original Schiffsbatterien von Anfang an im A… waren und sie nicht mehr geladen werden können, tja blöd. So wie’s aussieht haben die Ausstatter die Batterien tiefentladen wie sie auf dem Schiff gearbeitet haben, schöner Mist. Das bedeutet, dass wir jeden Tag die Motore laufen lassen müssen um ausreichend Strom zu haben. Theoretisch funktioniert alles optimal und der Strom den die Solarzellen liefern würde auch super ausreichen, aber die Batterien können den Strom nicht mehr aufnehmen und das bedeutet eben den Motor an. Das wird solangenötig sein, bis wir neue Batterien haben, Kostenpunkt so ca. 1500,- €, plus irgend einen Bootszuschlag, einer Verbrechersteuer und selbstverständlich Lagoon-Aufpreis, wir lassen uns mal überraschen, aber teuer wird’s in jedem Fall.

Na dann hab ich doch gleich ein Weihnachtsgeschenk für meinen Schatz, wo er doch mit den Dingern unter seinem Bett so verbandelt ist.

24.10.2010

Zurück in der Bucht von Palma, diesmal wieder bei Porto Portals in der Ankerbucht der Las Illetas etwas östlich der Marina. Gestern sind wir von Puerto Colonia de Sant Jordi noch an der Ostküste Mallorcas nach Palma zurückgesegelt. Sant Jordi ist glaub ich deutscher wie Deutschland selbst, ich kann mir nicht vorstellen, dass da überhaupt noch einer spanisch oder mallorquin spricht. Wir waren in einem netten Lokal, das „Strandkorb“ heißt und man kommt sich vor wie auf Sylt oder irgendwo da oben, echt lustig. Neben an ist eine tolle Ausstellung zu Cabrera, der Naturschutzinsel auf der wir ein paar mal waren. Diese Ausstellung ist wirklich empfehlenswert, sehr schöne Aquarien und Unterwasserwelten in einem auch architektonisch tollem Gebäude und das beste, es ist kostenlos, das muß man sich wirklich anschauen, wenn man mal da in der Gegend ist. Vom Hafen geht’s auch gleich mit Schnellbooten für einen Tagesausflug rüber nach Cabrera.

Als wir dann gestern in der Bucht von Palma angekommen sind, haben wir uns gedacht, am besten Ankern wir doch direkt vorm Flughafen, da ich ja am Montag sehr früh dort abheben soll. Wäre keine blöde Idee gewesen, aber da war wieder einmal das Wetter dagegen. Kurz zur Erinnerung, immer wenn Besuch kommt oder fährt, haben wir Sturm in der Vorhersage, was zwar nicht jedes mal auch als Sturm ankam, aber immer wenn jemand von Bord oder an Bord kommen sollte wurde es doch ziemlich ungemütlich in Mallorca, also „Bettenwechsel bei 8 Windstärken“. Seit unser letzter Besuch weg ist, unsere österreichischen Freunde vor einer Woche, haben wir schönstes und ruhigstes Sommerwetter. Aber was soll ich sagen, am Montag muss ich von Bord und was ist, klar, Sturm aus NW mit Gewitter von Sonntag auf Montag Nacht. Ich kann genau sagen, wann es los bricht, ich muß um 4:30 Uhr von Bord, na das kann ja was werden, aber da haben wir ja mittlerweile Übung drin.

Mir tut jetzt schon Harald leid, weil wenn man dem Wetterbericht trauen darf, dann soll der Wind mit 50-60 kn und 3-5m Welle bis Mittwoch anhalten und das bedeutet für Ihn, sich drei Tage auf dem Boot einzuiegeln und abzuwarten, bis es besser wird, aber er hat ja seine Batterien, die ihn bestimmt so beschäftigen, daß er gar nicht merkt, was draußen los ist.

Aufgrund des Wetterberichtes haben wir uns eben nicht vor den Flughafen gelegt, sondern uns nach Puerto Portals verzogen, hier ist es gut geschützt vor allem vor der Welle und vielleicht wird’s ja auch windtechnisch nicht so schlimm wie angesagt.

So, dass war’s erst mal für heute und die nächste Woche, genaue Berichte wie es in Mallorca mit Harald und mir in Deutschland gelaufen ist, mit bestimmt hammermäßigen Horrorbildern von Halloween natürlich (nicht vom Sturm und unserem Schiff) folgen wieder ab dem 03.11., da bin ich wieder hier und on air!