Snowbirds …

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10.12.2014
… nennen uns die „Land-Amerikaner“, weil wir vor der Kälte fliehen und in den Süden ziehen. Das haben wir auch mit Erfolg geschafft. Während es in New York -5 Grad, in der Chesapeak Bay 3 Grad und in Savannha 13 Grad hat sind wir auf Key Largo in kuscheligen 25 Grad angekommen.
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Als der Wind der Richtige ist, sind wir natürlich nicht die Einzigen die das nutzten und …
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… so entsteht sowas wie eine Segelboot-Warteschlange an der Bascule-Bridge, die West Palm Beach vom Atlantik trennt.
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Wir machen einen Zwischenstopp in Fort Lauderdale und landen einen Volltreffer. Wie wir in das Inlet reinfahren wollen, erkennen wir zu spät, daß die Skyline keine Hochhäuser sind, sondern alles Cruisingships sind, die alle auf das Auslaufen warten. Das tun sie natürlich genau in dem Moment in dem wir mitten im Kanal des Inlets sind.
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Da wird es einem dann schon ein bischen anders, aber nicht nur weil das Megapötte sind die da neben einem durch das Nadelöhr gehen was sich Inlet nennt.
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Sondern auch, weil sie von Polizeibooten eskortiert werden bei denen gleich vorne auf dem Bug ein Officer mit Maschinengewehr im Anschlag steht und uns sozusagen auf unserem Weg rein beisteht. Insgesamt gehen genau 8 Riesen direkt an uns vorbei, während wir rein kommen.
Am nächsten Tag brechen wir noch vor Dämmerung auf um nicht das Gleiche wieder zu erleben. Ausserdem haben wir keinen Ankerplatz gefunden und so haben wir uns an den Rand des ICW-Kanals gequetscht und liegen zwischen Highway, Flughafen und Container-/Cruising-Hafen. Alles ist so hell beleuchtet, daß uns Nachts wenigstens keiner reinfährt. Wie wir allerdings noch weit vor Sonnenaufgang an der Ausfahrt zum Ocean sind erleben wir doch das Gleiche wie gestern Abend.
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Wir laufen wieder zwischen 5 Großen aus und werden ganz schön rumgedrückt durch ihr Kielwasser. Wie wir mit den Kreuzfahrern rausgespült werden machen wir uns auf den Weg zu unserer letzten Etappe in diesem Jahr.
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Es ist ein Ankerplatz, der rundrum geschützt ist wie ein kleiner See und da will Harald unseren RUFUS für 3 Wochen am Anker liegen lassen.
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Es ist Idylle pur, die Manatees schwimmen um’s Schiff und …
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… es gibt sogar einen kleinen, schönen Strand auf dem sich Ibisse tummeln und eine Bar mit einem ganz besonderen Vogel.
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Das ist Mango und sie ist vor 8 Jahren in Venezuela aus dem Nest gefallen, wo sie von Don, dem heute hiesigen Barbesitzer gefunden und aufgezogen wurde. Jetzt ist sie hier und an allem interessiert was Glitzert und nicht niet- und nagel-fest ist.

Da kann man’s doch echt aushalten und wir haben auch schon Don näher kennen gelernt, der sich bereit erklärt hat die 3 Wochen auf unser Schiff aufzupassen.
Na dann steht den Bayerischen Weihnachten nix mehr im Weg, wo der Christbaum eine echte Tanne, der Schnee weiß und das Weißbier kalt ist.

Mein neues Leben

 

In Kürze geht's hier los mit meinem Trip durch die Staaten.

Wir schrauben uns durchs Paradies

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16.07.2017

Immer wieder voll toll die Bahamas.

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Auch dieser Teil, die Great Abaccos, die wir bisher noch nicht kannten, sind einfach unglaublich schön.

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Das tolle hier ist, dadurch, dass man nicht soweit weg vom Schuss ist wie auf den Exumas und …

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… dank der Amis, ist es hier …

 

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… aufgräumter, …

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… schicker und …

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… man bekommt alles was man sich so wünscht.

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Das Hübsche und Ordentliche ist …

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…dem englischen Einfluss zuzuschreiben, …

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… den man ganz deutlich überall sieht.

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Es gibt wirklich super hübsche Orte, …

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… wie Hope Town …

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… Green-Turtle Cay …

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… oder auch Man-O-War Cay, …

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… mit richtig süßen, …

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… original Bahamian Häusern.

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Sogar die Kirchen haben ein ganz besonderes Flair.

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Aber auch die Polizeistation und …

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… deren Wartebereich sind sehenswert.

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Man kann hier auch mal richtig gut und …

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… schick essen gehen, zahlt zwar für so ein 800gr Tomahawk Steak 85$, aber …

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… dafür sitzt man an einem der 10 schönsten Beaches der Welt und …

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…Treasure Cay …

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… mit seinem 1 Mile Beach, der einfach so ins türkiese Nirgendwo geht, …

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… hat seinen Namen wirklich zu recht.

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Es gibt gscheite Supermärkte, die von aussen zwar nicht so ausschauen, …

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… wo man aber …

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… alles bekommt, …

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… was das amerikanische und auch unser Herz begehrt und …

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…alles für unsere Lieblingsbeschäftigung …

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… zu kaufen ist, was es braucht.

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Auch das Nationalgericht der Bahamas „Conch-Salad“ kriegt man überall …

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… frisch vom Fischer.

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Es wird aus Schneckenfleisch (nein, die schönen Dinger sind keine Muscheln sondern Schnecken) mit viel Zwiebeln, Tomate, Zitronensaft, einheimischen Gewürzen und Ananas/Orangensaft, …

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… gleich am Dock zubereitet und schmeckt unheimlich gut.

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Apropos Essen, auch hier haben sie die Schweine (vielleicht nicht nur) als Touristenattraktion entdeckt, …

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… doch denen geht’s hier viel besser wie den Original-Säuen in den Exumas.

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Sie werden gehegt und gepflegt und sind bestens versorgt, auch wenn mal hier und da eines fehlt.

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Weil es ihnen so gut geht haben sie auch viel mehr Nachwuchs.

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Und die sind natürlich der Brüller.

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Immer und überall …

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… kann man Kurioses und …

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…Lustiges entdecken.

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Allerdings hatten wir einige Anlaufschwierigkeiten wie wir Anfang Mai auf den Abaccos angekommen sind und das war nicht alles so idyllisch, wie es vielleicht hier, bei unserem ersten Sundowner, endlich wieder am Anker aussieht.

Die ersten paar Tage waren mehr oder weniger Anreise von West End bis Green-Turtle Cay. Gleich in der ersten Nacht hatten wir so einen Strömungs-Ankerplatz, daß wir nur wenig Schlaf gefunden haben. Das Hinterfotzige dabei ist, daß natürlich erst in der Nacht die Strömung, bedingt durch Flut und Ebbe gegen den Wind dreht. 3kn Strömung gegen 10 kn Wind bewirken dann, dass man wie wild an der Ankerkette hin und her fährt, dabei zieht es einem die Stahlkette oft sehr ruppig unterm Kiel durch bevor sie dann am Ende recht heftig einruckt. Nicht schön! Einmal macht es dabei so einen Rrrrummms, daß uns klar war jetzt hat es uns nicht nur das Antifouling vom Unterboden gekratzt sonder da ist mehr passiert. Wie wir am nächsten Tag feststellen, hat es uns aus dem, eigentlich super stabilen Kiel ein kleines Eck rausgebrochen. Kein Drama, aber trotzdem blöd.

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Sehr heftige Gewitter und Regenschauer, die teilweise mit Windböen von bis zu 50kn daher kommen, begleiten uns die ersten Tage ständig. Andauernd steht man Gewehr bei Fuß um zu reffen oder gleich alles zusammen zupacken, fett anstrengend!!!

Mit den Tagen merken wir, daß es einem Schiff einfach nicht gut tut, wenn es nur rumliegt und nicht in Gebrauch ist. Der Backbordmotor springt nicht an, dann doch, dann wieder nicht. Harald muss ran, ich assistiere. Nach einem halben Tag an dem wir alles zerpflückt haben und das Cockpit wie eine professionelle Autowerkstatt ausschaut, finden wir raus, daß es einfach nur an den Kontakten liegt. Nachdem alle gereinigt und wieder angeschlossen sind springt er einwandfrei an.

Nächster Tag, Wasser im Motorraum, zum Glück ist es nur der Wassermacher, der an irgendeiner Stelle tropft. Harald muss ran, ich assistiere. Er lekt natürlich irgendwo da, wo man so einfach nicht ran kommt, also muss das Teil raus. Erst hat Harald die Pumpendichtung im Verdacht, aber nach sundenlangem Analysieren, Bau einer Wasserableitung aus dem Motorraum und dem Festziehen aller Schrauben, stellt sich raus, daß es genau daran liegt. Zuerst traut man sich ja nicht die Dinger so anzuknallen, aber irgendwann kommt man drauf, daß da mehr und mehr geht. Siehe da, nach ein paar Tagen und mereren Malen Nachziehen ist auch das Problem erstmal gelöst.

Die Ankerwinsch hakt, erst die Fernsteuerung, dann die Winsch selbst. Harald muss ran, ich assistiere. Wieder ein Tag kopfüber in einem Schapp, mit Schmiere, Öl und Dreck, Schrammen und blauen Flecken. Happy Boating!!!

Der Windanzeiger macht was er will nur nicht die Windrichtung und die Windstärke anzeigen. Harald muss rauf auf den Mast, ich ziehe ihn drei mal rauf und assistiere von unten.

Eine der Pumptoiletten braucht neue Dichtungen, Harald muss ran, ich assistiere bei dieser angenehmen und immer sehr hygienischen Arbeit.

Es ergeben sich noch so ein paar Kleinigkeiten, die uns Anfangs ständig am routieren halten.

Der größte Scheiß aber ist und bleibt einfach unser Honda Aussenborder. Er ärgert uns eigentlich schon seit 4 Jahren, hat ständig was anderes und Harald zu einem Tennisarm verholfen. Mich mag er sowieso nicht, aber das beruht sowas von auf Gegenseitigkeit. Ich bring ihn schon garnicht an und wenn doch und ich losfahre kann man wetten, daß er nach kurzer Zeit einfach ausgeht und dann nur mit Startpilot zum erneuten Anspringen überzeugt werden kann. Oder, wenn er auch das nicht akzeptiert, ich auf die Hilfe eines anderen Boaters angewiesen bin, der mich zum Schiff zurück schleppt. Da es Harald nicht anders ergeht wollten wir ihn eigentlich schon vor 2 Jahren in Guatemala einem Einheimischen schenken und uns da einen YAMAHA 2-Takt-Motor mit 15PS kaufen, für 2000 $. Leider kann man 2-Takt-Motore mittlerweile weder in Europa noch in den USA kaufen, dabei sind sie das einzig richtige als Aussenborder. Einfach gestrikt und unkaputtbar. Nur weil alle Segler auf Harald eingeredet haben, das könne er nicht machen und sie zusammen das blöde Ding wieder vorgelwild repariert und auf Touren gebracht haben, hängt uns das Scheißteil immer noch am A… Ein Jahr ausser Betrieb, sauber verpackt in der Backskiste haben uns viel davon vergessen lassen. Wie wir ihn in Ft. Lauderdale ausgemottet haben und er am Dinghy hing ist er auch anstandslos angesprungen, der Gute. Selbst bei einer längeren Testfahrt hat er sich keine Zicken erlaubt. Dafür leistet er sich jetzt um so mehr. Nach endlosen Reparatureinheiten, wo Harald ran muss und ich assistiere, meist auf offenenm Wasser, hundertmal ankicken und einigen Malen hilflosem Treiben im Nirgendwo und das nicht nur bei Tag sondern auch bei Nacht, hatten wir die Nase sowas von voll. Es hat mich eh gewundert wie lange sich mein Schatzi mit dem Teil rumgeärgert hat. Täglich hat er sich bestimmt eine oder zwei Stunden mit dem Mistding auseinandergesetzt, da er ja wußte an was es eigentlich liegt. Aber unsere damalige Reparatur wenn nachgibt, kann man ihn einfach nicht mehr am Leben erhalten und so war’s dann auch. Ich hätte ihn schon lange versenkt, den blöden 4-Takter. Spätestens wie Haralds Geldbeutel mir 6 Creditkarten, Ausweisen, Führerscheinen und etwas Bargeld unwiederbringlich beim zigmalsten Ankicken über Bord gegangen ist hätte ich ihn am liebsten hinterhergeschmissen. Wir versuchen dem hiesigen Honda Händler hier in Marsh Harbour das Teil schmackhaft zu machen, aber auch er ist nicht begeistert und will ihn nur mit viel Überredung wenigstens kostenlos vom Boot abholen. Als wir total frustriert im Cockpit sitzen, tuckert ein Fischer an uns vorbei und wir haben beide den gleichen Gedanken. Ich spring auf und wink ihn ans Boot ran. Als ich auf unseren 20PS Honda deute und ihn frage ob er ihn haben will schaut er mich völlig ungläubig an.

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Erst als Harald in unser Dinghy hüpft und es den Beiden noch mal ausführlich erklärt, daß der Aussenborder nicht mehr läuft aber als Ersatzteillager zu verwenden ist (alleine der Propeller kostet schon 50$) und sie ihn einfach so mitnehemen könnten, glauben sie es und sind hell auf begeistert.

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Aber Ricky, der Chef-Fischer hat genau den Motor an seinem Boot hängen, den wir gerne für unser Dinghy hätten, einen YAMAHA 15 PS 2-Takter. Wie ich ihn frage, ob er ihn uns verkaufen will sagt er natürlich – NEIN, den gibt er nicht her, aber er hat einen Freund, der genau den gleichen verkaufen will. Na also, wie alt, wieviel? 10 Jahre alt und er möchte 1200 $, weil er seinen Job als Fischer gegen einen an Land getauscht hat.

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Am nächsten Tag sind wir stolze Besitzer des Selbigen und er läuft und rennt wie die Hölle. Selbst ich kann ihn ganz easy ankicken und auch liften. So macht Dinghy fahren wieder richtig Spaß. Er ist laut, stinkt und agressiv wie meine Motorcrossmaschine, auch eine YAMAHA übrigens, die ich früher mal gefahren bin. Wie ich ihn liebe!

Es war einfach die richtige Entscheidung, die wir aber schon in Guatemala treffen hätten sollen, da hätten wir uns viel Schweiß und Arbeit erspart und einen Neuen günstiger bekommen.

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Aber egal, jetzt ist es so wie es ist und gut. Wir entspannen uns und freuen uns auf unseren Besuch, der sich für eine Woche angekündigt hat.

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Unsere Freunde aus Köln fliegen für ein paar Tage nach Miami und …

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… kommen dann zu uns an Bord und …

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… aus der geplanten Woche werden 10 Tage, weil es einfach nur super schön ist mit ihnen.

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Sie lernen ein bisschen Segeln, …

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… rudern …

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… grillen und…

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… schnorcheln und …

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… so ziemlich alle Bars in der Umgebung kennen.

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Wir kreiieren an Bord Bier-Cocktails, die die Welt noch nicht gesehen hat …

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… und genießen sie an unserem ganz persönlichem Sundowner-Spot.

Sie werden aber auch Zeuge von einem Tag der voll und ganz dem Murphyschem Gesetz unterliegt und der fast in einer Katastrophe geendet hätte.

Wir starten sehr früh von Green-Turtle Cay da wir 25sm sehr hart am Wind bis nach Elbow Cay kommen wollen und das nur noch am frühen Vormittag möglich ist, weil der Wind uns dann auf die Nase drehen soll. Also Groß hoch und Genua raus, es geht gerade noch so zum segeln allerdings nur mit etwas Motorunterstützung schaffen wir die Höhe. Nach einer Stunde schaltet Harald den Wassermacher an und exact in der selben Sekunde fällt der Backbordmotor aus und springt erstmal auch nicht mehr an. Großes Rätsel, ein Kurzschluss mit der Elektrik des Wassermachers, haben wir was in die Schraube bekommen, was kann das sein? Dann springt er wieder an, aber er läuft nicht richtig, vibriert heftig und wir kommen nicht wirklich voran. Was ist da los. Der Wind dreht etwas mehr und drückt uns auf die Nase, das Groß bremst nur noch und wieder geht der Motor aus. Wir schiessen in den Wind, so holen wir zügig die Genua ein und das Großsegel runter. Als ich von vorne ins Cockpit zurückkomme, wo Harald mit den Leinen, dem wieder nicht richtig laufendem Motor und der Navigation vollauf beschäftigt ist, fällt mir beim Blick ins Wasser auf, daß es da nicht besonders tief unter uns zu sein scheint. Ich schaue auf den Tiefenmesser und sehe 1.40m. Ach Du Scheiße!!! Wo kommt das Riff so plötzlich her, auf den Navionic Charts ist keine Spur davon eingezeichnet. Bis Harald das Ruder, zum Glück rein intuitiv auf die richtige Seite, herumgerissen hat sind wir bei 1.30m. Wir haben 1.25m Tiefgang und unter uns ist kein Sand sondern Riff, dazu läuft nur ein Motor!!! Alles hält den Atem an, wird es tiefer oder macht es gleich einen Schlag?

1.30 – 1.30 – …. 1.40 – 1.50 – 1.60 … Wir sind raus, WOW das war knapp. Tatsächlich, auf den Navionic Charts keine Spur der Untiefe. Später stellen wir fest, daß auf den Open-CPN Charts, die wir immer drinnen am Computer parallel zur Sicherheit mitlaufen lassen und auch unter normalen Umständen mit kontrollieren serwohl ein Riff an dieser Stelle eingezeichnet ist.

Aber das Gschieß ist noch nicht zu Ende. Wieder fällt der Motor aus, diesmal einfach so. Grübel und studier, irgendwann kommt Harald auf die Idee, die Tanks selber nachzusehen und sich nicht auf die elektronische Tankanzeige zu verlassen, die für beide Tanks halbvoll versprechen. Und tatsächlich, die Tankanzeige für den Backbordmotor verzapft einen Scheiß, der Tank ist leer!!! Der Wind ist mittlerweile mit 18kn auf die Nase und wir kommen mit einem Motor nur 3-3,5kn voran. Normalerweise, wenn wir jetzt alleine wären würden wir hier abbrechen und umdrehen, nach Green Turtle zum tanken fahren. Aber wir sind schon ein Stück unterwegs und was macht man nicht alles wenn man Besuch hat dem man was zeigen will. Also beschließen wir zur nächsten Insel Great-Guana Cay zu motoren und da mit dem Dinghy 4 Kanister Diesel zu holen. Das würde erstmal für die nächste Zeit reichen. Nach 2 Stunden haben wir die 6sm geschafft, gehen vor Anker und unsere Jungs starten los zum Tanken, wir warten an Bord. Warten und warten. Nach wieder 2 Stunden kommen sie pitschnass zurück. In der Marina, vor der wir geanker haben gibt es entgegen der Notiz in den Segel Charts keinen Sprit. Die haben sie um die Ecke und die wieder um die nächste Ecke geschickt. So sind sie mit dem Dinghy 4sm gegenan zum Diesel holen gedüst und wieder zurück. Für unseren Besuch ein großes, spannendes Abenteuer, für Harald … naja.

Gemeinsam betanken sie das Schiff und wir legen wieder los Richtung Man-O-War Cay, denn Hope Town ist uns jetzt doch zu weit, wenn alles gegen einen ist. Wir gehen in eine Bucht vor Anker wo wir schon 3 oder 4 mal geanker haben. Und siehe da, der Anker hält nicht. Unser Cobra hält nicht!!! Hängt Murphy jetzt davorne auch noch rum. Wir probieren es nochmal, geben ihm etwas Zeit … Er hält wieder nicht. Ich hänge den zweiten Anker mit ein und … wir fahren rückwärts, wir fahren und fahren und fahren. Alles wieder hoch, das war in den ganzen 7 Jahren noch nie, niemals da. Es gab genau zwei Stellen wo der Cobra mal Probleme hatte, in 7 Jahren, aber mit dem zweiten hat’s noch immer gehalten. Wir probieren es noch zweimal, dann hab vorallem ich die Nase voll, weil mit dem zweiten 12kg Anker das doch immer ein ganz schönes Gschieß ist bis er rauf und wieder neu gelegt ist. Als es fast so ausschaut wie wenn er hält, geben wir uns erstmal zufrieden, trauen ihm aber nicht. Harald geht in’s Wasser und schaut sich das mal an. Er stellt fest, daß da unten ganz wenig Sand auf harten Corallenplatten liegt, das kann nicht halten. Scheinbar haben wir die letzten Male hier ein Sandloch erwischt wo sich der Anker eingraben konnte, aber die sind offenbar heute alle besetzt. Was ist das blos für ein Tag?

Also lassen wir es da und gehen zu einem anderen Ankerplatz um die Ecke. Auf dem Weg dahin fällt unser GPS für die Navigation aus und kommt auch nicht mehr trotz Reset. Ist jetzt nicht so schlimm, weil man das hier auch einfach mit bloßem hinschauen machen kann, aber trotzdem, was für ein Tag.

Wir werfen den Anker am neuen Spot, er hält sofort und uns langt’s für heute an Abenteuer. Wobei unser Besuch mal gesehen hat, daß nicht immer alles nur Halligalli und Pinacolada saufen im Sonnenschein ist, sondern wenn wir mal ein Problem haben es gleich sehr schnell in’s EIngemachte geht und es wirklich ernst werden kann, denn es ist unser Hab und Gut was da gleich mal auf dem Spiel steht.

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Unsere Männer sind von der ganzen Aufregung des Tages total geschafft.

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Aber auch uns langt’s für heut ich geb ein paar extra starke Bier aus, auch eins für Murphy und wir hoffen, …

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… daß er bis morgen auf einem anderen Schiff anheuert und wir ihn nur noch von hinten sehen.

Und doch nochmal

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 20.05.2017

Ja, lange her, daß man auf meiner Seite was lesen konnte. Der Grund war nicht Faulheit oder, daß es nix zum erzählen gab, der Grund war eine sehr unangenehme Geschichte in Deutschland mit unseren Hauskäufern, Gerichtsterminen und vielen böswilligen Anschuldigungen, deren Urhebern ich nicht Futter für neue Intrigen geben wollte. Da das ganze jetzt endlich in unserem Gerechtigkeitssinne erledigt ist, hab ich wieder Spaß am Schreiben, vorallem, da wir es noch mal gepackt haben, das mit dem Segeln.

Unser Schiff steht ja immer noch zum Verkauf und wir hatten in den letzten Monaten bestimmt 40 mal Besichtigungstermine mit wahrscheinlich allen Maklern der Ostküste. Alle sind hin und weg über den Wie-neuen-Zustand unserer RUFUS, einige Interessenten haben sogar vor uns die weiteren Besichtigungstermine abgesagt und es gab auch einige Angebote (die beste Storry darüber war unser Bauer aus Tennessee, im letzten Artikel nachzulesen), aber noch ist es nicht verkauft.

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Die Zeit in Ft. Lauderdale war echt schön und es ist auch immer was los.

 

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Wir haben Bowling angefangen, …

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… was in den Staaten echt in ist und nix mit unseren verstaubten Kegelbahnen im Keller irgendeines Landgasthofs zu tun hat.

 

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Es waren Beach Volleyball Meisterschaften, …

 

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… bei denen die Deutschen Mädels die USA vom Strand gefegt haben.

 

 

Da war die Hölle los, ein Mega Event mit Beachpartys und jeder Menge Stimmung bei den Spielen.

 

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Natürlich waren wir auf der Miami Boat Show, wo jeder sein muß, der irgendwas mit Booten zu tun hat oder in dem Bereich was verkaufen will.

 

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Wir haben uns tierisch über das Angebot an Segelcatamaranen geärgert, was sie dort nichts ahnenden Amerikanern für 700 000 $ und mehr andrehen wollen. So windig und häßlich haben Firmen wie Lagoon oder Fountain Pajot vor 25 Jahren gebaut. Und was sie einem dazu für einen Schmarrn erzählen, einfach unglaublich. Ich hab so eine Wut gehabt, daß ich gesagt habe, wenn sie den Unterschied zwischen diesen „Made in China“-Schiffen und unserem nicht erkennen, dann sind sie selber Schuld und ich seh nicht ein von unserem Preis auch nur einen Cent runter zu gehen.

 

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Wir waren zu unserer ersten Super Bowl Football Party eingeladen, wo wir zwar nur die Hälfte vom Spiel kapieren, aber das ist auch egal, da allen die Party wichtiger wie das Spiel ist.

 

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Ich war mit einer Feundin in Las Vegas und …

 

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… eigentlich wollten wir alle Turistenattraktionen abhaken die es da so gibt.

 

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Raus gekommen ist viel Zocken, Trinken und

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… unser erstes gemeinsames Tatoo …

 

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… nach viel grünem Bier …

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… am St. Patricks Day.

 

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Im April haben wir dann gemerkt, dass es auch diese Saison heiß in Florida wird, vorallem so mitten drin und am Dock. Warum sollen wir also unser Schiff nicht nutzen solange wir es noch haben und ausserdem liegt genau vor uns, schlappe 60sm Ost, das schönste Segelrevier überhaupt.

 

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Da es schlimmere Schicksale gibt wie den Sommer auf einem Segelschiff in den Bahamas zu verbringen, …

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… verabschieden wir uns von unseren Haustieren und brechen am 2. Mai unsere Zelte in Ft. Lauderdale ab.

 

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Wir fahren durch die 2 Brücken, …

 

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… die uns vom Atlantik trennen und biegen in …

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… das Inlet Ft. Lauderdale ein. So sind wir nach 11 Monaten wieder auf dem offenen Atlantik.

 

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Die Überfahrt nach West End Great Bahama schaffen wir in 9 Stunden. Die Offiziellen haben nach einem Funkspruch von mir sogar noch auf uns gewartet.

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So sind wir nach einer knappen halben Stunde und 350 $ leichter einklariert.

 

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Tja, wir sind im Paradies angekommen und das kostet halt Geld.

 

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Diesmal wollen wir die nördliche Inselgruppe, die Abaccos auschecken, die wir noch nicht kennen und da, wenn uns kein Hurricane vertreibt, ein paar Monate bleiben.

Spannende Adventszeit

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16.12.2016
Zum ersten Mal seit dem wir mit dem Schiff unterwegs sind habe ich endlich die Gelegenheit für eine richtige Weihnachtsdeco …

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… und das wird voll ausgenutzt.

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Stilecht, zumindest für Florida, wird ein Palmenblatt, die jetzt überall auf der Straße liegen (ja auch Palmen lassen im Herbst ihre Blätter fallen) …

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… zum Adventsgesteck umgebaut.

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Und für eine Handvoll Dollar ist das Schiff dekoriert.

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Auch Nathalie unsere Nachbarn legen sich mächtig in’s Zeug.

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Das schauen sich sogar die Manatees an, …

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… die jeden Tag bei uns am Schiff vorbei schwimmen.

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Denn die Adventszeit ist hier auch Manatee-Baby-Zeit.

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Und was für uns Glühwein ist, ist für eine Seekuh Süßwasser, da wird ein 300kg Kolos zum Nuckeltier.a

 

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Natürlich geht man auch hier auf Weihnachtsmärkte, die schauen halt im winterlichen Florida a bisserl anders aus wie im saukalten Deutschland.

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Da werden die Schiffe mit Lichterketten überhäuft, …

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… die dann alle in einer Parade die Kanäle von Ft. Lauderdale entlangfahren.

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Was echt ein Spektakel ist, …

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… denn es sind an die 40 Schiffe …

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… von der Magayacht bis zum kleinen Optimisten.

 

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Die Autos bekommen Elchhörner aufgesetzt, statt Glühwein gibt es Eggnog. Was eine Art Eierlikör mit viel Alkohol ist und auf Eis oder zumindest kalt serviert wird, denn bei 27 Grad kommt ein heißer Glühwein nicht gut. Trotzdem gibt’s eine Eisbahn zum Schlittschuhlaufen. Wo jetzt so Leut aus Florida das Schlittschuhfahren her können?

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Jetzt kommen wir zum, für uns wirklich spannenden Teil der Adventszeit.

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Es hat sich ja während der Hurricane-Season, die vorallem Mathew so geprägt hat, nicht viel getan was den Schiffsverkauf angeht. Dann hat irgendwie noch alles den Ausgang der Wahl abgewartet und trotz unseres Donald-Präsidenten ging’s plötzlich los mit Bootsinteressenten. Jeff, unser Broker schleppt plötzlich dreimal die Woche Leute an.

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Anfang Dezember meldet sich ein Pärchen, die unser Schiff schon mal während unserer Abwesenheit gesehen haben und nochmal vorbei kommen wollen. Es sind sehr nette Leute. Zwei Stunden zeigen wir ihnen alles und wir haben echt eine nette Unterhaltung. Dabei stellt sich raus, daß Cindy und David null Ahnung von Schiffen, Booten oder Segeln haben. Er war noch nie auf einem Schiff und sie ist als Kind mit ihrem Vater einigemale auf einer Mono gesegelt. Vor 3 Jahren, wie sie sich kennen gelernt haben war er noch Farmer in Tennessee, mit 160 Hectar Land, Kühen und Pferden. Während Ihrer Hochzeitsreise in die Karibik haben sie beim Anblick eines Katamarans wie unserem beschlossen auf sowas zu leben und das in Florida. Da beide die Nase voll von harter Farmarbeit und Kälte hatten haben sie innerhalb eines Jahres alles da oben verkauft und sind hier runter um ein Schiff zu suchen. Wir schauen uns an und denken uns unseren Teil. Mutig,mutig oder vielleicht auch ganz schön naiv.

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Aber mit dem Wohnen wird natürlich unser Schiff doppelt interessant, da wir mit Abstand am schönsten, ruhigsten und günstigsten Platz in der ganzen Gegend liegen und wir auch keine befristete Liegezeit haben. Wie schon erwähnt liegt unser Schiff an einem einzelnen Dock an einem Appartment-Park am Ende eines kleinen Kanals, mit Pool, Wäscherei und Waschräumen mit Toiletten und Duchen und das für 900$ im Monat. In jeder Marina rundum zahlt man zwischen 2000 und 2500 $ und an privaten Docks darf man nicht drauf leben. Es gibt einfach nichts Vergleichbares in der Gegend. Cindy arbeitet gleich um die Ecke in einem Krankenhaus und ihr Sohn geht nicht weit von hier in die Schule. Wie wir fragen, wo sie wohnen, erzählen sie uns, daß sie sich einen 5th Wheeler für den Übergang gekauft haben und sich auf einem Campground 10 Meilen von hier seit einem halben Jahr niedergellassen haben bis sie das passende Boot gefunden haben. Wir glauben wir hören nicht recht. Wie wir unauffällig nachfragen wie groß und was genau, stellt sich raus, daß es genau das Gespann ist, das wir suchen. Wir können es echt nicht glauben, was für ein Zufall.

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Da sie uns einladen sich das mal anzuschauen fahren wir am nächsten Tag hin. Und tatsächlich, es ist ziemlich genau das was wir wollen. Der Pick-Up Truck ist perfekt, der Fifthwheeler von der Größe auch, nur das Innendesign ist etwas antiquiert, aber da kann man viel machen. Allerdings sagen wir ihnen nix davon, sie sollen erst mal mit einem Angebot um die Ecke kommen. Was sie am nächsten Tag auch machen. Da liegen wir jedoch noch ein gutes Stück auseinander. Wie wir ihnen unser Interesse an ihrem Gespann eröffnen gibt es nach einigem hin und her einen Deal, bei dem wir nahezu unseren Preis erhalten und den FifthWheeler und den Truck oben drauf bekommen. Alle schlagen ein und jetzt sind unsere Broker dran das als Vertrag auszuarbeiten.

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Wobei wir uns immer wieder denken, wie man sich nur auf sowas einlassen kann ohne eine Idee davon zu haben, was da auf einen zukommt. Aber bitte sie sind so davon überzeugt umsonst haben sie nicht schon mal alles verkauft und sind hier runter gezogen. Aus Sorge um sie und unser Schiff bieten wir ihnen sogar an, daß wenn alles abgewickelt ist und das Schiff ihnen gehört, wir mit ihnen für ein paar Tage segeln gehen um ihnen alles zu zeigen und zu lernen. Davon sind sie natürlich auch ganz begeister.

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Wie alles soweit steht treffen wir uns alle zusammen, heißt die beiden, ihr Broker, wir und unser Broker. Der Vertrag ist soweit ausgearbeitet und muß nur noch unterschrieben werden, dann würden wir am nächsten Tag loslegen. Das Dinghy muss wieder installiert werden und die Segel müssen hoch, damit wir am darauffolgenden Tag in die Marina zum Gutachter fahren und den Test-Segelschlag absolvieren können.

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Wäre alles so perfekt gewesen, da bekommt David auf einmal kalte Füsse und bittet sich noch bis morgen Bedenkzeit aus. Uns schwahnt es schon, denn er war noch nie auf einem Segelschiff und jetzt soll er aufeinmal drauf leben. Tja ein großer Schritt vom einstigen Bauern bis hierher und weiter? Na da sind wir ja mal gespannt was kommt.

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Am nächsten Tag bekommen wir dann DEN Anruf. Er hat sich das alles nochmal überlegt und es wird ihm alles zuviel, er will plötzlich seinen Truck nicht mehr hergeben, einen kleineren neukaufen überfordert ihn, das mit der Bank stresst ihn auch so gewaltig und die Versicherung will, daß immer wenn sie an Bord des Schiffes sind (auch am Dock liegen) ein lizensierter Kaptain dabei sein muss um versichert zu sein. Blödsinn!!! Alles Ausreden! Jaja, lange Rede kurzer Sinn, ein Handschlag zählt nicht mal mehr was bei einem Farmer aus dem tiefsten Inneren der Vereinigten Staaten. Irgendwie können wir es schon verstehen, denn ihr Plan ist schon total verrückt gewesen, aber das überlege ich mir als erwachsener Mensch doch eigentlich vorher, oder?

Aber so ist es nun mal und auch so haben wir alle Hände voll zu tun. Das Schiff sieht mittlerweile aus wie frisch von der Ausstellung. Und nach wie vor haben wir andere Interessenten. Nur so schnell geht’s dann doch nicht.

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Aber egal, so haben wir auch wieder mehr Nerven, hier die Weihnachtszeit zu genießen.

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Es ist schon echt toll anzuschauen, wie die Amis in den Weihnachts-Deco-Wahn verfallen.


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Sowohl öffentlich in den Städten und auf allen Plätzen, …

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… wie auch privat vor so gut wie jedem Haus.

 

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Ich finde es super klasse und kann mich garnicht daran satt sehen, genau mein Ding.

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Am Abend bei kalten 25 Grad läßt man es alle halbe Stunde schneien.

 

 

Und ein, aus strahlend weißem Sand gebauter Weihnachtsbaum erwacht alle Stunde zum Leben in einer echt spektakulären Lightshow.

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So freuen wir uns jetzt mal riesig auf Weihnachten und das Neue Jahr. Da werden wir dann sehen, was weiter passiert.

 

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Ich wünsche jetzt erstmal allen Lesern eine schöne restliche Glühweinzeit, ein kuscheliges Weihnachtsfest und einen guten, feuchten und gesunden Rutsch in’s neue Jahr.

 

So Deutsch!

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03.12.2016
Ja, was gibt’s Neues beim Halb-Boots/Halb-Landleben. Natürlich unser erstes eigenes Auto hier in den Staaten.
Und was ist es, ein Golf Cabriolet von 1995 für sageundschreibe 800 $ (Eigentlich hab ich mir irgendsoeine uralte Amischleuder vorgestellt, aber wenn sowas dagegen steht kann man als Deutscher nicht aus). Gekauft haben wir es auf der anderen Seite Floridas, wie wir unsere Freunde in Sarasota besucht haben. Der Marina Manager wo Mikel und Nathalie ihr Schiff liegen haben, hat es gehegt und gepflegt. Vor 2 Jahren hat er sogar noch ein neues Faltdach und eine Klimaanlage reingesteckt und die Sitze neu überziehen lassen. Das sind rund 5000 $, warum man sowas macht? Jedenfalls scheint der Auspuff nicht okay zu sein und die Bremsen haben Luft. Scheinbar langt’s ihm jetzt und er will ihn los werden. Wir fahren mit dem Teil auf die Bühne und schauen uns den Auspuff an, Harald ist beruhigt, da fehlt einfach ein Stück was nix macht ausser einen guten Sound und a bisserl komisches Geklapper. Als uns die Werkstatt ein Reparaturangebot von 600$ macht und wir dankend ablehnen schenkt uns der Typ die Kosten für’s Hochheben und Anschauen von 30 $. Irgendwie müssen wir einen so armseligen Eindruck gemacht haben, daß er Mitleid mit uns hatte und kein Geld mehr von uns wollte.

Zurück zum Verkäufer will er erstmal 1200 $, wie wir ihn auf 800 $ runtergehandelt haben ist es Unsrer. Dann schaffen wir es tatsächlich noch, eine Versicherung zu organisieren und das Nummernschild damit wir heimfahren können. Hört sich so einfach an, aber das war schon eine Aufgabe. Im Vorfeld bin ich ewig am Telefon und Internet von Versicherungen und Zulassungen gehangen um rauszufinden wie das alles geht. Wie immer machen die Amis auch da eine riesen Welle und wenn man dann mal durchgestiegen ist, was auch unsere amerikanischen Freunde nicht wirklich tun, ist es total einfach. Den Führerschein auf einen US-Führerschein umschreiben lassen, geht im selben Office wie da wo man das Nummernschild bekommt. Vorher hat man per Telefon die entsprechende Versicherung abgeschlossen, die man als e-mail am Handy vorlegen kann und dann gibt’s …

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… das Nummernschild und schwups ist man für 400 $ on the road. In unserem Fall zurück von Sarasota nach Ft. Lauderdale. 250 Meilen, wo sich natürlich die ersten Macken rausstellen. In der ersten Woche ist dann die Wasserpumpe hin, sagt Harald. Wie wir bei uns um’s Eck zu einem VW Service Center fahren stellt sich raus, daß er natürlich Recht hat. Allerdings ist Harald noch nicht mit den Kosten hier in Florida vertraut. Er schätzt 250$, tja, vielleicht in Deutschland. Hier wollen sie dafür 800 $, na super.
Da die Staßen in den Staaten meist nach Themen organisiert sind und wir eben grad in der „alles-was-man-um’s-Auto-braucht-Straße“ sind, muss man nur etwas auf und abfahren und man findet was man sucht. Nämlich irgendsoeine vogelwilde Schrauberwerkstatt, die uns das Ding für 480$ anbietet. Na immer noch, aber das investieren wir und morgen können wir ihn wieder haben. Da sind wir ja mal gespannt. Am nächsten Tag steht er repariert am Hof. Der Chef-Schrauber meint, da fehlt’s schon überall bei dem Karren, aber die Wasserpumpe ist jetzt brandneu, den Auspuff hat er etwas fixiert und irgendwas mit den Bremsen gemacht, sodaß die auch fast wie normale Bremsen funktionieren. Komisch wieso haben die alle plötzlich irgendwie Mitleid mit einem? Man kommt sich ein bisschen so vor wie mit 18, wo man die fertigen Karren immer irgendwie am Leben erhalten hat, weil es das Einzige war was man sich leisten konnte. Und man ganz schnell stolzes Mitglied beim ADAC wurde, mit Platin Card, nach dem fünften Liegenbleiben im Monat.

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Vielleicht liegt’s auch daran, weil hier meist ganz andere Autos rumfahren.

 

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Am Wochenende, wenn wir mit der Bootsschrubberei und der Herrichterei für den Verkauf durch sind, gurken wir mit unserem Boliden die 30Meilen nach …

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… Miami Beach und reihen uns ein…

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… in die Karawane der Sehen- und Gesehen-Werdenden. Wobei wir natürlich eindeutig zu den Ersteren gehören. Cabriolet ist Cabriolet, ha!

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Bei der Dodge Viper kommen sentimentale Erinnerungen auf.

Es ist echt ein Spektakel, da geht’s rund, …

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… 5Meilen Dauer- Beach-und Road-Party.

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Ft. Lauderdale an der Promenade ist dagegen richtig fad.
Unter der Woche ist dann wieder etwas Arbeiten angesagt.

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Wir haben die Hurricane Verzurrung, die unser Schiff quer in den Kanal zwischen Dock und Mangroven gespannt hat wieder abgebaut. Das war mindestens so ein Akt wie das Instalieren. Denn, wie soll’s auch anders sein, hat sich die Kette am Ende irgendwo unter Wasser verhakt. Eigentlich wäre das Abbauen ein Kinderspiel gewesen. Die seitlichen Leinen entfernen, den Anker auf der drüberen Seite ausschekeln und die Kette mit der Ankerwinsch aufholen. Aber eben, man denkt immer, ist gleich gemacht und dann muß Harald doch wieder ran.

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So muß er jeden Meter der Kette ins Dinghy holen, 60m, á 3 Kilo.

Er wußte zumindest am Abend wieder ganz genau warum wir das Schiff verkaufen. Allerdings, wenn man ehrlich ist, ist es im Moment wirklich eher entspannt.

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Harald testet schon mal den Behindertenlift am Pool, ob man ihn nicht vielleicht als Schleuder umbauen kann. Wäre bestimmt lustig, zumindest für uns.

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Dann bin ich dabei endlich Haustiere am Schiff zu bekommen. Was nicht so einfach ist, denn sie vergessen es ständig, das mit der Haustiernummer.

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Schön sind sie jetzt auch nicht besonders, aber am Boot nimmt man halt was man kriegen kann.

 

Ach ja, Thanksgiving,

der größte Feiertag in den Staaten. Diesmal wollten wir ihn so richtig feiern, wie es die Amis halt so machen.

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Mit einem 6kg Truthahn (auf dem Bild hat der Vogel aber den ersten Angriff schon hinter sich) und allem was dazugehört. Was echt jede Menge Futter ist und natürlich viel Wein und Bier.

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In Ermangelung einer amerikanischen Familie, denn Thanksgiving ist wie Weihnachten ein reines Familienfest, haben wir in Sarasota mit unseren Freunden gefeiert.

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Das Kochen hat unseren Jungs mega Spaß gemacht und …

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… das Ergebnis – Truthahn braun und weiß – Püree von Süßkartoffeln – Maissouffle – Stuffing (irgendein spezieller Gemüse/Brotauflauf) – Preiselbeer Chutney und viel Soße –  war auch super lecker. Es wurde für Stunden gefuttert und getrunken, wobei der Rest für Tage in allen möglichen Variationen ausgereicht hat.

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Am nächsten Tag waren wir bei anderen Bekannten, die wir auch irgendwann mal beim Segeln kennen gelernt haben, zum zweiten Thanksgiving Essen eingeladen.

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Ingeborg, ist eine echte Künstlerin die schon in New York und Paris ausgestellt hat und … (www.thepottersworkshop.com)

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… ganze Springbrunnen von 5m Länge aus Keramik erschafft. Aber sie ist nicht nur Künstlerin was das angeht sondern auch beim Kochen. Sie hat mit ihren einmaligen kulinarischen Kreationen zu Thanksgiving unser Bild der Amerikaner von Plastikstuhl- und Blechtisch-Ambiente der Burger-Steak-Fastfood-Kultur völlig verändert.
So total abgefüllt mit bestimmt 2kg mehr in der Mitte haben wir uns wieder auf unseren Heimweg gemacht und sind dabei über unsere Vorstellung eines „Wohnanhängers“ gestolpert.

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Nennt sich 5th-Wheeler-Toy-Hawler, was soviel heißt wie 5-Reifer-Spielzeug-Zieher, weil er hinten eine Garage mit Rampe für Motorräder, Auto oder Jetskies hat. Wird an einen 600PS Pick-up-Truck mit Auflegerkupplung und hinten Doppelbereifung angehängt. Ist 15m lang und mit 4 Slied-Outs (seitlich ausfahrbaren Verbreiterungen) 5m breit.
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2 Doppelbetten-Schlafzimmern, 2 Bädern mit toiletten und Duschen, 2 ausklappbaren Terrassen und einer Außenküche mit Grill, Kühlschrank, Mikrowelle und natürlich einem Flach-TV-Bildschirm (aussen!!!), innen 3 Weiter davon nur größer. Tja, willkommen in Amerika, so muss es sein. Und kostet neu 85 000 $, kann man das glauben?

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Das wird unsere Zukunft werden, da sind wir uns einig.

I’ll be Back!!!

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01.11.2016
Lang ist es her, daß ich mich gemeldet habe, fast 4 Monate. Eine lange Zeit in der viel passiert ist, aber alles um’s Schiff so anstrengend und nervig war, daß mir die Lust darüber zu berichten vergangen ist.
Von Juni bis Ende July haben wir also unser Schiff komplett ausgeräumt und soweit wie möglich für den Verkauf hergerichtet. Man kann sich nicht vorstellen wie heftig es ist, bei 35 Grad und 85-90% Luftfeuchtigkeit den ganzen Tag so richtig zu schufften. Der Körper ist ständig auf Touren und findet keine Entspannung mehr. Unter Tags von 11-18 Uhr schafft es nicht mal mehr die Klimaanlage im Schiff die Temperatur unter 33 Grad zu bringen, einzig es ist nicht ganz so feucht wie draußen. Da man am Schiff aber hauptsächlich draußen so richtig arbeitet ist das auch keine Erleichterung. Schon morgens beim Plan machen, was heute so alles ansteht läuft einem der Schweiß in Strömen runter.
Der einzige Lichtblick ist unser neuer Liegeplatz, den ich wirklich durch einen reinen Zufall ergattert habe (darüber habe ich im Bericht „Umzug mit Mini“ geschrieben).

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Er ist in einer sehr schönen, Park-änhnlichen Anlage mit Pool, wo es nur 8 einzelne Docks gibt und wir am Ende eines sehr ruhigen Kanals liegen, in dem keine Boot rumfahren. Die Anlage ist insofern witzig, weil es sich hier um eine Art Betreutes Wohnen handelt. Um sich in eines der Appartmenst einzumieten muss man über 62 Jahre alt sein und darf ein bestimmtes, eher niedriges Einkommen nicht übersteigen. Allerdings sind die meisten, die sich hier täglich ein Rollator- und Rollstuhlrennen liefern, 80 plus und freuen sich natürlich riesig über frisches,“ junges“ Blut (für die sind wir das) im Park. Harald’s größter Fan ist eine 94jährige, die ihm, topfit meist nicht von der Seite weicht, wenn er irgendwo unterwegs ist.

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Der Pool ist das Genialste von allem, auch wenn er ab Mittag 35 Grad hat. Man muß nur solange drin bleiben bis man komplett durchweicht ist, dann fühlt man sich doch ein bisschen besser.
Tja und wie dann alles ausgeräumt und sauber gemacht ist geht’s dran das Boot Hurricane sicher zu verzurren, da wir ja für die Season nach Deutschland abhauen wollen. Jetzt geht’s erst richtig los mit der Schinderei.

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Wir wollen das Schiff mitten in den Kanal hängen, aber so, daß wenn der Makler mit Interessenten kommt …

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… es mit Hilfe eines Flaschenzugs jederzeit an das Dock holen kann um einfach drauf zu kommen. Das ist echt eine Aufgabe.

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Zunächst konstruieren wir an der Steuerbordseite eine Art Hahnepott mit einer Leine vom Bug und einer vom Heck. Dort wird dann die 60 m Ankerkette eingeschekelt und die Kette mit Anker auf der gegenüberliegenden Seite in den Mangroven fest verankert. Da die Kette jetzt am Grund des Kanals liegt muss der Abstand so eingestellt werden, daß das Schiff zum Schluss mitten im Kanal zum liegen kommt. Dazu muß Harald vom Dinghy aus immer ein paar Meter Kette hochholen (ca. 30kg, bei denen das Dinghy vorne gefährlich unter Wasser taucht), eine Leine einhängen, die ich dann Meter für Meter dicht winsche und das so lange bis alles stimmt. Nach 6 Stunden schweißtreibender Schinderei und völliger Erschöpfung ist das zumindest mal geschafft. Weitere 4 Stunden brauchen wir bis die Fenderbretter passen, denn durch den Tidenhub und den senkrechten Piles am Dock sind einfache Fender nicht möglich um das Schiff zu schützen.
Da bei Harald alles immer 150% sein muß hört er nicht auf über seine Konstruktion nachzudenken und stellt fest, daß es besser wäre, wenn das Schiff genau andersrum da liegen würde. Ich bin einem Burnout nahe und hoffe, daß Harald das wieder ganz schnell vergißt. War ja eigentlich klar, daß er das nicht tut. Also das ganze nochmal von vorne nur andersrum. Irgendwann ist das auch getan. Jetzt muß noch alles „laufende Gut“ verräumt werden und die Segel runter.

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Da kommt uns Michel und Nathalie zu Hilfe, Freunde, die mittlerweile in Sarrasota wohnen, an der Westküste Floridas, und uns nochmal sehen wollten bevor wir für so lange Zeit nach Deutschland verschwinden. Zusammen ist vorallem die Segelgeschichte nur halb so nervig.

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Aber auch bei Michel ist es so wie bei Harald, denn ich frage ihn wie lange das mit dem Groß dauert bis es in so ’nem kleinen blauen Sack verschwunden ist. Er meint, ein Stunde. Aha, also nach der Haraldschen Umrechnungstabelle ca. 3 Stunden plus.

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Tatsächliche 4 Stunden später sind Groß und Genua in diesen beiden hantlichen Beuteln verstaut und im Schiff.
Das alles schaut immer so nach Spaß und Urlaub aus, was es absolut nicht ist. Zum Schluß dieser 3 Monate Streß war es soweit, daß Harald echte Herzprobleme hatte und wir uns mitten in einer richtigen Beziehungskriese befunden haben, was in den 25 Ehejahren noch nie der Fall war.
Zeit endlich hier abzuhauen, Hurricaneseason hin oder her.

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In Deutschland hatten wir eine super schöne Zeit.

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Nicht nur weil Wiesn …

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… (Oktoberfest) …

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… war, sondern vorallem, weil uns meine Eltern bei sich zuhause alle Wünsche und Bedürfnisse von den Augen abgelesen haben …

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… und es uns so richtig gemütlich und heimelig gemacht haben.
Dann war Mathew im Anzug, ein Major Hurricane, was bedeutet da bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Dabei war er schon der 18te benamste Sturm der um Florida herumzog, aber halt der einzige der es aufgrund seiner Verwüstungen in Haiti und den Bahamas in die europäischen Median geschafft hat. Und der steuerte Anfang Oktober genau auf Miami/Ft. Lauderdale zu. Na toll, wir lassen einmal in all den Jahren unser Schiff in einem Hurricanegebiet, indem zwar seit 11 Jahren keiner mehr war, aber dafür in diesem um so mehr. Harald hat sogar überlegt, ob er kurzfristig einen Flug rüber bucht, doch letztendlich vertrauten wir auf unsere Konstruktion, die übrigens die anderen Schiff alle übernommen hatten, wie wir bei unserer Rückkehr feststellten. Und vorallem vertrauten wir auf unsere Freunde/Schiffsnachbarn, Nathalie und Jean-Luc, die nach unserem Schiff schauten und uns teilweise minütlich einen Statusbericht geschickt haben.

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So kam Mathew!
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So war’s dann, nämlich nix ausser Scheißwetter!

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Und so zog er zum Glück vorbei!
4 Tage lang Bangen ob er Florida mit voller Wucht erreicht und wenn dann wo. Zu unserer aller Glück ist er doch sehr abgeschwächt erst weiter nördlicher an die Küste gekommen, wo er zwar ein ziemliches Hochwasser verursacht hat, aber das Schlimmste nicht eingetreten ist. Wir hatten um unser Schiff nicht mehr wie 30kn Wind und es ist nicht’s weiter passiert.

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Anschließend hatten wir eine ziemlich hohe Hightide, …

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… was dem Schiff relativ wurscht ist, …

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… aber das war’s dann auch schon.

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Seit Ende Oktober sind wir wieder zurück und unser Schiff war vollkommen in Ordnung und nicht mal so richtig dreckig wie wir das eigentlich erwartet haben. Nach zwei Tage war alles wie gewohnt bewohnbar. Leider ist es noch nicht verkauft, aber eine Hurricaneseason wie diese, und sie ist noch nicht ganz vorbei, und die bevorstehenden Wahlen machen die Amis zurückhaltend. Also werden wir noch etwas auf dem Schiff in unserem Betreutem Wohnheim verbringen und hoffen, daß sich die Situation bis Ende des Jahres ändert.

4. July 2016 – oder – Das Beste kommt zum Schluß!

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Der 4. July ist nicht nur unser sechsjähriges Jubiläum auf unserem Schiff, sondern natürlich auch DER NATIONALFEIERTAG der Amerikaner und entsprechen wird gefeiert und wir natürlich mit. Denn diesmal fällt er nicht aus wegen Hurricane wie vor 2 Jahren, wie wir „Arthur“ irgendwo bei einem Kaff in North Carolina abgewettert haben und er dort tatsächlich verschoben wurde.

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Nein, diesmal geht es so richtig zur Sache, in Fort Lauderdale an der Beach.

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Normalerweise ist es relativ ruhig hier, denn immer wenn wir völlig geschafft sind von der Bootsschuffterei fahren wir an den Strand …

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… zum Entspannen und Grillen.

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Und da ist es dann normalerweise, vorallem unter der Woche, eher gemütlich.

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Es sei denn, es ist 4. July.

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Da ist es dann nicht nur heiß von der Temperatur her, …

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… sondern da wird’s dann auch echt heiß.

 

 

 

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Wir lassen es uns natürlich auch gut gehen. Das, an dem sich Harald hier gerade abmüht, ist eine 45oz Pina Colada, was 1,33 Liter Cocktail bedeutet und da gibt’s natürlich am 4.July das Special „buy 1 – get 1 free“. Heißt, nach 2,66 Liter von dem Gesöff geht’s uns natürlich so richtig gut.

Und was jetzt kommt ist der absolute Oberhammer.

Zuerst, …

… wir mit unserem Schiff bei der Durchfahrt durch die Hebebrücke vor dem Ft. Lauderdale Outlet und auf unserem letzten Segeltrip auf dem Atlantik.

Und jetzt kommt’s, mit der Drohne mitten im Feuerwerk des 4. July 2016.

Nur wer schon mal so ein Ding geflogen ist kann sich vorstellen, was für ein Nervenkitzel das für alle Beteiligten und den Steuermann im besonderen ist.

 

 

EINFACH OHNE WORTE!!!

Umzug mit Mini

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25.06.2016

Am 1.Juni genau sind wir von Bimini aus nach Ft. Lauderdale gesegelt und auch das war wieder ein Traumtrip, wie sie alle sind, seit dem wir endgültig beschloßen haben aufzuhören.

Rein in’s Inlet, zweimal abgebogen und da ist doch tatsächlich ein Ankerplatz, …

0001a … mitten unter den ganzen Megayachtmarinas, …

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… den Villen- und …

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… Palastvierteln ankern wir in Lake Sylvia. Es ist zwar etwas eng, aber alles ist gut.

Schon in der ersten Nacht stellen wir fest wie sauheiß und schwül es hier ist und das obwohl wir ja noch am Anker liegen. Es hat in den Nächten noch 33 Grad und so um die 85% Luftfeuchtigkeit, boahey, da ist schon an-was-machen zu denken schweißtreibend. Aber es hilft nix.

Nächster Schritt, unsere ganz speziellen Freunde die Homeland-, Customs- and Borderprotection anrufen, die jede Menge von Dir schon am Telefon wissen wollen. Dann bekommt man eine ellenlange Nummer und mit der marschierst oder fahrst Du dann mit dem Taxi innerhalb 24 Stunden zum Einklarieren. Das erledigen wir am nächsten Tag. Immer ist es das Gleiche mit Harald, die trauen ihm einfach nicht. In Houston, wie wir von Guatemala nur einen 3 Stunden Stopover nach München hatten, haben wir sogar unseren Flug verpaßt. Zuerst hat ihn der Officer gefragt, bei dem ich übrigens in 5 Minuten mit Fingerabdrücken und Augenscann durch war, ob er in den Staaten schon mal im Gefängnis gesessen ist. Dann hat er mal schlappe 3 Stunden im Office unserer Freunde verbracht und das war’s dann mit unserem Weiterflug, das kümmert die auch einen feuchten Sch… . Das ist jedesmal so oder ähnlich mit Harald, auch diesesmal. Ich bin in 10 Minuten durch und hab 6 Monate Aufenthalt, das Übliche. Harald kann warten, aber diesmal erklärt uns nach über 2 Stunden endlich mal einer auf, warum das so ist. Da Harald nur einmal im Jahr für 2 Wochen nach Deutschland fährt schaut’s so aus für die Amis, wie wenn er in seiner Heimat nicht mehr geduldet wird. Lustigerweise können wir das ganze dann aufklären indem wir sagen, wir haben zuhause ein vermietetes Haus (was mittlerweile ja auch nicht mehr stimmt) und haben eine Firma gehabt von deren Verkauf wir jetzt unseren Ruhestand bestreiten, schon ist er beruhigt. Harald bekommt aber trotzdem nur 3 Monate Aufenthalt, was in dem Fall egal ist. Egal sind ihnen auch die 50 Cubaner, die mittlerweile mit 3 Tonnen Sprengstoff frei in den USA rumrennen könnten, da sich niemand für unser Schiff interessiert und auch nicht interessieren wird, solange wir hier sind. Tja, Amerika ist anders.

Jedenfalls nach einem halben Tag sind wir wiedermal drin im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ziemlich schnell stellen wir fest, daß wir ein Auto, eine Telefonnummer und WiFi brauchen, das und eine Kreditkarte macht Dich erst zum Menschen in Amerika. Gleich am nächsten Tag greifen wir an Menschen zu werden. Zuerst das Auto.

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Ist der nicht süüüüüüß!

Dann kommt der Rest und nachdem wir anständige Mitbürger geworden sind, also mit örtlicher Telefonnummer, ständigem mobilen Internet, einem Auto und einer Kreditkarte läuft alles gleich viel besser.

Vorallem auch, weil wir uns eine Klimaanlage angeschafft haben, was das Räumen zumindest im Boot erträglicher macht. Allerdings schafft es das Teil, das eigentlich für einen Raum von 50qm gemacht ist, unter Tags nicht das Schiff zu kühlen. Es hat wie draußen 35 Grad, aber es ist wenigstens nicht so verdammt feucht, was es doch angenehmer macht. Witzig ist ja nur, daß wir zum erstenmal eine Klimaanlage wirklich brauchen. Egal wo wir waren, auch in Guatemala am Hard war es nicht so unglaublich heiß und schwül wie hier.

Nächster Schritt, unser Broker, bei dem wir ja einen Liegeplatz ab diesem Monat direkt an seinem Verkaufsdock haben. Verdächtig erscheint uns nur, daß er nie auf e-Mails reagiert hat und immer wenn ich dann mal in der Lage war ihn amTelefon zu erwischen, hat er gemeint, er hat keine Mails von mir bekommen. Na egal, jetzt sind wir ja da und er soll der Beste der Ostküste sein. Die Ernüchterung folgt sobald wir das Office betreten. Das erste was wir erfahren ist, daß das mit dem Liegeplatz direkt hier nicht klappt. Er kann uns auch nicht sagen, ob das die nächsten Wochen was wird, aber kein Problem, die direkt angrenzende Marina hat einen Platz und da sind wir hervorragend aufgehoben. Wie ich nach den Dockingrates frage haut’s uns halb aus den bequemen Ledersitzen. 2600,-$ im Monat ohne Strom und Wasser. Jetzt ist mir auch klar, warum er in den letzten 3 Monaten nicht in der Lage war mir ein Mail zu den Preisen zu schicken, trotz mehrmaliger Nachfrage. Die wollten uns erstmal hier haben, wenn man dann nicht mehr auskommt ist das Abzocken ein Leichtes. Aber mit uns läuft das nicht so. Er will uns auch ein ganzes Packet für’s Schiff verkaufen, wenn wir nicht da sind. Putzen Innen und Aussen für 450,-$ und Unterwasserschiff Reinigen für 250,-$ im Monat. Was eine Unverschämtheit ist, wenn man sich das mal überlegt, kratzt er monatlich sinnlos das Antifouling weg und will dafür auch noch Geld. Für die Toiletten spülen zahlt man auch extra, was genauso ein Schmarrn ist, da man die dicht macht und dann verrottet und stinkt auch nix. Jetzt wissen wir wenigstens wie der Hase laufen soll.

Aber er hat gleich einen Interessenten an der Hand, ein geldiges, älteres, sehr nettes Pärchen aus Chile mit eigenem Weingut und Vertrieb weltweit, wie das Internet hergibt. Die drückt er uns gleich mal auf’s Auge, sie wollen unser Schiff anschauen. Sie sind echt reizend, aber es ist ziemlich schnell klar, daß sie ein größeres Schiff suchen, das Geld dazu scheinen sie zu haben und wir vermuten, daß das von unserem Broker ein Fake war um uns etwas milde zu stimmen.

Die Situation bleibt leider so frustrierend. Er und sein Büro versprechen uns jede Woche, daß am Verkaufsdock was frei wird. Ausserdem haben wir ein paar weitere Fragen und Angebote angefragt, die sie versprechen umgehend per Mail zu beantworten. Zum Beispiel zur Hurricanecare, wie sich das hier nennt und was eine Firma ist, die vor und nach angesagten, benamsten Stürmen dein Boot kontrolliert, wenn man nicht da ist. Aber es passiert nix, kein Mail, kein Anruf. Freiwillig war niemehr auch nur von einem der Leute der „Catamaran Company“ was gehört. Auch die 10 heißen Interessenten, die angeblich seit Wochen dringend darauf warten, daß das Boot endlich in den Staaten ist um es anzuschauen, bleiben aus. Warum wundert uns das jetzt nicht? Sie schaffen es nichtmal den Standort unseres Schiffes der im Internet immer noch mit Nassau/Bahamas angegeben ist auf Ft. Lauderdale zu aktualisieren, auch nicht nach dem dritten Anruf von mir. Es ist zum verzweifeln. Jetzt könnte man sagen, daß wir uns da einfach mal selber um den Verkauf kümmern sollen. Das ist in Amerika nicht so einfach. Unser Schiff ist auf der weltweit größten Plattform für Boote gelistet – www.yachtworld.com – da kann aber nur ein Broker drauf zugreifen. Alle anderen Seiten sind für ein Schiff in der Preislage total uninteressant. Ausserdem ist die Abwicklung in den Staaten mit den ganzen Versteuerungen und Gewährleistungsvorschriften so kompliziert, daß uns Rhonda, die einem deutschen Freund bei seinem Schiffsverkauf geholfen hat, uns erzählt sie würde es nie mehr wieder machen. Das hat soviel Gezehter gegeben und wäre fast schief gegangen. Jetzt ist sie aber gebürtige Amerikanerin und kennt sich mit Schiffen und der Materie aus. Ausserdem kaufen Amerikaner Dinge in der Preislage nicht ohne Makler, anders wie bei uns.

Nach über einer Woche Warten ist Schluß, wir kümmern uns selber um alles und obwohl es schwierig ist fängt es langsam an zu laufen. Marinas kommen einfach nicht in Frage, die Preise hier sind der Horror. Es gibt aber eine City Marina die relativ günstig ist (900$ per Monat) und auch was frei hat. Sie ist mitten in Downtown Ft. Lauderdale und am Hauptkanal der mitten durch die Stadt geht, entsprechend geht’s hier zu.

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Es ist schon spektakulär, man liegt mitten in einem Park aus Eichen, Mangobäumen und viel gepflegtem Grün und …

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… über allem ragen die 50 Stockwerke-und-mehr Glaspaläste der Banken und der Superreichen-Appartment-Hochhäuser auf.

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Allein der Weg durch die vielen Kanäle …

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… ist echt super schön, …

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… das haben wir garnicht erwartet.

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Nicht umsonst heißt es auch Ft. Lauderdale’s Venice (Venedig).

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Und wenn, dann machen es die Amis auch gleich richtig mit Gondeln und Gondoliere, der aber nicht rudert sondern am Steuer eines Motors sitzt, of course!

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Wie wir uns der Marina nähern sind wir echt beeindruckt.

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Da liegen wir also, mitten in Downtown und es geht zu wie am Stachus Mitten in München.

 

 

Große und kleine Taxiboote, Ausflugsschiffe in allen Varianten, Shuttlejollen, private Boote von ganz klein bis Mega.

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Ja und dann sind da noch diese Gespanne, die bestehen im wesentlichen aus Megayachten, die so groß sind, daß sie selber in dem engen Kanal schon garnicht mehr manövrieren können. So lassen sie sich schleppen vorne und ziehen hinten, damit sie um die Kurve kommen. Das alles findet so knapp 2 m neben unserem Schiff statt. Was nicht nur die Gefahr birgt, daß dir zum Shluß doch noch einer reinfährt (wie das unserem Nachbarn vor unseren Augen passiert ist), sondern durch die Wellen, die der eine mehr, der andere weniger macht und durch das Auf und Ab der Tide das Schiff am Dock Schaden nimmt.

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Das hat uns zu einer speziellen Fenderkonstruktion veranlasst.

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Da es keine Schwimmstege gibt und die Piles dicker wie die Fender sind, basteln wir uns richtige Abweiser, denen es egal ist ob das Schiff höher (Hochwasser) oder niedriger (Niedrigwasser) liegt und die auch ein Vor und Zurück problemlos mitmachen. Zu dem Ganzen soll dann ab morgen der ersten Tropical Storm durchziehen.

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Das ist übrigens unser neuer Nachbar, der auch mal für ein Stück Mango auf unser Schiff hüpft.

Mit der ganzen Aufregung haben wir uns echt einen Drink verdient und …

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… wandern mal gleich rüber zum Las Olas Boulevard, was die Flaniermeile in Downtown ist.

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Marshmallows-Seduction, der Drink überhaupt, der aus allem möglichen besteht, was dick und besoffen macht und von Mini-Marshmellows getoppt wird. Genau Meins!

So läßt sich auch das Sauwetter ertragen, was die hier Tropical Storm nennen. Es schüttet 3 Tage wie aus Kübeln und pfeift ganz ordentlich. So 35-40kn von der Seite drücken uns immer mal gegen unsere Fenderbretter, aber alles ist gut. Die Zeit nutzen wir um jede Menge zu organisiseren. Als erstes muß mal ein Storage her, denn unseren Krempel müssen wir ja irgendwo lassen, wenn wir das Schiff verkaufen und so genau wissen wir noch nicht wann’s dann tatsächlich mit dem WoMo weitergeht.

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So ziemlich um’s Eck steht so ein Teil, was uns recht gut gefällt.

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Wir schauen es uns kurz an und schlagen zu, 5x10m für 105$ im Monat. Ich kann mir nicht vorstellen, daß da unser ganzer Kram rein soll, Harald meint – ganz locker.

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Kaum haben wir das Ding fest gemacht, packt uns die Räumelust, was eigentlich sogarnicht Unsers ist, aber so einen Anfall muß man ausnutzen. Vom Boot runter, rein in den Mini, der mehr verträgt wie wir gedacht haben, …

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… rübergefahren und eingelagert.

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Das macht richtig Spaß und nach einer Woche ist das Boot halb leer und unsere 5x10m nicht mal halb voll.

Was aber überhaupt keinen Spaß macht ist die Situation mit unserem Broker. Von dem kommt auch nach 2 Wochen garnix, keines der Versprochenen Angebote, keine Zusage wegen des Liegeplatzes bei ihm, keiner der angeblich 10 Interessenten, kein Anruf. Nicht mal den Aufenthaltsort unseres Schiffes, der immer noch mit Nassau/Bahamas im Internet steht, hat er auf den neuesten Stand gebracht. Als ich ihm erneut etwas auf die Füße steige merke ich, daß das völlig uferlos ist, da wird nix passieren, er labert einen schwindlig, verspricht alles möglich zu machen und dann …

Kann ich nicht haben sowas, vorallem haben wir nicht endlos Zeit, wir wollen Mitte Juli nach Deutschland fliegen und nicht hier rumwarten. Also schnappe ich mir ein paar Telefonnummern von Agenten, die private Docks vermitteln, an denen man sein Schiff liegen lassen kann. Das ist hier Usus. An diesen vielen Kanälen gibt es unzählige Häuser mit eigenen Docks. Viele davon haben mittlerweile kein eigenes Schiff mehr und vermieten es deswegen für ca. 500$ im Monat an andere Bootsbesitzer und das ist ein Bussines das über Makler vermittelt wird. Allerdings ist es nicht üblich, daß man an diesen privaten Docks auf dem Schiff leben kann. Die ersten beiden die ich anrufe erzählen mir genau das und auch der dritte, den Frage ich aber ob er denn niemanden wüßte, der diese Docks mit an-Bord-leben vermittelt. Er meint er kennt nur eine einzige Stelle, wo das möglich ist, aber die braucht man eigentlich garnicht anrufen, weil die immer mit Warteliste arbeiten und heillos ausgebucht sind.

Trotzdem lasse ich mir die Nummer geben und wie ich anrufen ist eine ganz Süße am anderen Ende, die mir erzählt, daß ich ein riesen Glück hätte, denn gerade eben hat sie erfahren, daß ein Dock für einen 42 Fuß Catamaran ab 1. July frei wird. Kann jetzt nicht sein oder. Wir fahren sofort hin und es ist einfach unglaublich wie perfekt es ist. Es ist ein Condominium für Leute ab 62, an einem Seitenkanal gelegen, sprich es ist sehr ruhig und ohne Bootsverkehr. Unser Dock ist sogar ganz am Ende des Kanals, wo wir uns mit in die Mangroven quer über den Kanal verspannen können, was das Optimale bei einem Sturm oder Hurricane wäre. Ausserdem haben wir einen Pool direkt vor der Nase. Was will man mehr. Kostet 840$ inkl. Allem im Monat. Ja da haben wir in der Karibik noch gezuckt, für Ft. Lauderdale ist das ein Schnäppchen. Etwas kompliziert ist die Bezahlung, für das Deposit und den ersten und letzten Monat im Vorraus. Man kann nicht mit Karte oder Cash bezahlen sondern mit Money Checks, dazu brauchen wir ein Konto in Amerika. Auch das ist in einem weiteren halben Tag erledigt und so bezahlen wir alles was nötig ist und haben ab 1. July einen vernünftigen Liegeplatz.

Abschied …

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26.05.2016

… tut weh!

Ja, jetzt ist es tatsächlich soweit, so wie’s auschaut werden wir ziemlich genau nach 6 Jahren, also am 4 Juli von unserem Boot gehen.

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Mir fällt der Abschied jetzt doch schwer, vorallem, da die letzten Wochen wirklich fast uneingeschränkt schön waren …

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und sich die Bootsnummer nur von seiner besten Seite gezeigt hat.

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Trotz allem muß ich aber Harald jeden Tag einzeln aus den Rippen leiern,
das ging sogar soweit, daß ich mir zum Hochzeitstag 2 weitere Wochen Bahamas gewünscht und dann natürlich auch bekommen habe.

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Wir waren nochmal bei den schwimmenden Schweinen und …

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… da ist mittlerweile ein ganzer Bauernhof entstanden, auch …

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… wenn die Säue nach wie vor die Hauptattraktion sind.

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Haben nochmal ein paar sehr schöne Schnorchelspots …

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… ausgechecket.

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Haben kleine Inseln mit und ohne Namen entdeckt …

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… auf denen man einfach nur faul im Wasser rumhocken kann sowie Harald oder …

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… die Schnecke hier …

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… oder aber auch endlos laufen kann.

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Und wenn die Insel mal zu klein zum Laufen ist gibt’s Aquajogging im schönsten Umfeld was man sich nur vorstellen kann.

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Wenn wir dann, wie auf Wroderick Pond Cay eine komplette Hotelanlage mit Lagern, Werkstätten, Arbeiterwohncontainern und Fuhrpark entdecken, der komplett verlassen ist und die Arbeiter wirklich wahre Schätze zurückgelassen haben, …

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…  wird auch Harald aktiv.

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Mir persönlich ist da ja eine Hotelanlage mit Bar, die noch am laufen ist lieber.

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Diesmal segeln wir auch nach Eleuthera und Harbour Island, was wir leider bislang ausgelassen haben.

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Da gibt es einen Leuchtturm der als Restaurant umgebaut wurde, …

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… das aber nur Essen macht, wenn sich mindestens 8 Leute anmelden.

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Die Leute leben in Häusern wie diesen …

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… oder diesen.

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Rumfahren tun sie meist in Golfcarts …

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… wie diesen.

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Weil wir das so schön da fanden, …

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… haben wir uns auch so ein Gefährt …

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… geliehen und …

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… haben ein Sonntagsfrühstück …

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… am berühmten rosafarbenen Strand, …

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… der irgendwie leider auf den Fotos nich so rauskommt wie er in Wirklichkeit ist, gemacht …

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… und dabei auch einige Curiositäten entdeckt …

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… bis hin zu Delphinen, die so in ihr Liebesspiel vertieft waren, daß sie sich von uns überhaupt nicht stören liessen.

Naja sie sind ja auch zu Dritt.

 

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Über Spanish Wells wo die Leute so sind wie wenn sie aus dem amerikanischen Mittleren Westen kämen und …

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… nur noch der Melkschemel am Hintern fehlt, geht’s nach Bimini, unserer letzten Station vor den USA.

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Auf North Bimini bekommen wir dann schon mal den Zugang mit, der uns in den Staaten erwartet.

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Vorallem, da wir uns völlig unwissend direkt vor den Wasserflugzeuhafen legen.

Es ist einer der wenigen ausgewiesenen Ankerplätze in der Lagune von North Bimini und trotzdem starten und landen die Brummer hier und die machen wirklich einen heiden Lärm direkt vor unserer Nase und fahren zwischen den ankernden Schiffen durch. Dabei haben die weniger Streß wie wir. In den Filmen sieht man wie’s da wirklich abgeht.

 

 

 

 

Nach einem kurzen Einkauf schauen wir uns nach was anderem um, aber alle anderen Ankerplätze sind auch besch… eiden. Da entdecken wir ein ausgebaggertes, kreisrundes Pond, wo einmal eine Marina entstehen soll, was perfekt ausschaut und groß genug für uns und auch für die MiquMaqu ist, deutsch/österreichische Freunde, die hier mit ihrem Trawler ankern. Wir liegen zwar mitten in einer Megabaustelle der Hilton Company, aber zum Glück wird gerade da nicht weitergebaut und niemand scheucht uns weiter.

Nach ein paar gemeinsamen Tagen wird es Zeit für uns, die Hurricaneseason fängt langsam wirklich an, was man an den vielen Gewittern merkt, die einen jeden Tag umkreisen und manchmal auch über einem niedergehen.

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Also ist jetzt nach über 3 Monate Abschiedstour auf den Bahamas endgültig Schluß mit Lustig. Denn, wenn wir morgen den Sprung rüber in die Staaten machen wird’s Ernst mit dem Verkauf. Was heißt, unser Schiff komplett ausräumen, von oben bis unten putzen und alles verkaufsfertig machen und das ist noch viel Organisation.

Mir fällt es echt schwer, Harald freut sich, daß es jetzt bald zu Ende ist, das Bootsleben.

Aber er hat auch gesagt, wenn unser Schiff bis November nicht verkauft ist, dann drehen wir noch eine Runde, was immer das auch heißen mag.

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Natürlich wird noch weiter berichtet, egal was kommt und das in den Staaten mit Schiffsverkauf und so weiter droht noch spannend zu werden.

Bahamas in neuen Dimensionen

04.04.2016

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Und das ist der Grund für die neue Perspektive.

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Harald hat eine Drohne und soviel Spaß damit, daß er die Welt nur noch von da oben wahr nimmt.

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Wir sind also auf den Bahamas angekommen.

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Zusammen mit den TUNI’s genießen wir die Inseln.

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Für Julia und Floh ist es das erste Mal, für uns jetzt schon der dritte Besuch.

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Aber es ist wieder einfach gewaltig schön.

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Und so genießen wir die letzten Monate Schiffsleben.

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Denn das hier ist genau der richtige Ort dafür.

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Allerdings wird man beim dritten Mal Bahamas auch ganz schön frech.

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So parken wir mit nicht mal einer handbreit Wasser unter dem Kiel.

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Der Vorteil, man kann das Schiff bequem im Stehen sauber machen …

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… und hier ist es extrem ruhig zum Liegen und endlich mal kein Schwell, der häufig um die Ecken der kleinen Inseln läuft.

 

 

 

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Das sind die letzten Wochen mit unserem RUFUS, bis es rüber in die Staaten zum Verkauf geht.