Besuch aus Österreich

17.10.2010

Nach dem Orkan, der uns Gott sei Dank nur gestreift hat (Für Mehr bitte auf der Start-Seite in der jeweiligen Positionen  oben rechts auf +Plus+ oder im Tagebuch oben auf Kommentar klicken) haben uns unsere Österreichischen Freunde Franz und Andrea besucht und wir haben 5 sehr schöne und lustige Tage gehabt.

Franz und Andrea wundern sich auch über das Wetter in Mallorca.

Andratx zwischen Himmel und Hölle, zwischen Sonne und Regen, das Wetter kann sich wie immer noch nicht so recht entscheiden.

Von Andratx sind wir über Portals Vells/Bahia de Palma noch einmal nach Cabrera gesegelt, da unsere Freunde diese Insel noch nicht kannten und wir es einfach super schön dort finden.

Die Ankerbucht von Cabrera, um die Jahreszeit gehört sie einem ganz alleine. Im Sommer bekommt man eine Genehmigung für eine Boje für maximal eine Nacht und die muß lange im Voraus beantragt werden.

Nicht nur die wenigen Menschen die dort leben sind Unikate, sondern …

… auch der Ausblick ist sehr besonders, ganz oben genauso wie …

… weiter unten, gell Andrea.

Das sind keine Einheimischen, auch wenn Krachlederne auf Malle nicht selten sind, in dem Fall sind es aber Badeshorts im Partnerlook.

Hier wandern alle gern, auch wenn es immer mal Diskussionen über die Distanz gibt, …

… beim Einkehrschwung in die Army-Cantina sind sich dann alle wieder einig.

Und bei so einer Bordverpflegung läuft man auch gerne a biserl weiter und man fühlt sich bei so viel Bekochung direkt überflüssig.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir waren erst wieder beim Feudeln gefragt, seit neuersten Harald’s Lieblingsbeschäftigung mit dem unschlagbaren Vileda-Wischmop.

Zurück auf Mallorca haben wir in 5sm westlich von Porto Pedro  in der Cala Mondrago übernachtet und wieder hat uns das wechselhafte Wetter eine unruhige Nacht beschert und es hieß früh schon Anker auf und nach Porto Pedro flüchten. Das war auch die richtige Entscheidung, denn im Laufe des Vormittages war schon wieder schlechtes Wetter im Anzug und wir waren froh im Hafen sicher zu liegen und unsere Gäste diesmal ohne Streß an Land bringen und verabschieden zu können.

So sah unsere Ankerbucht Cala Mondrago noch am Abend aus. Als wir in’s Bett gingen sahen wir im Osten schon ein Gewitter stehen, daß uns die ganze Nacht so starken Schwell (Wellen) bescherte, daß eigentlich Niemand besonders ruhig geschlafen hat und am Morgen war klar wir verziehen uns nach Porto Pedro.

Alle sagen, daß es sehr ungewöhnlich für Mallorca ist, daß es so wechselhaft vom Wind und Wetter her ist. Im Radio berichten sie fast von nicht’s anderem mehr als vom Wetter und unsere Bekannten, die hier das Haus haben, haben mittlerweile echt Mitleid glaub ich, sie haben uns sogar schon angeboten zu Ihnen in’s Haus zukommen für ein paar Tage, denn sie kennen Mallorca so auch nicht und sie sind hier seit 40 Jahren. Aber da müssen wir durch und es soll in den nächsten Tagen ja auch schon wieder besser werden, hoffentlich, denn die Kombination kalt und feucht von oben und unten ist auf die Dauer nicht der Hit. Ich bin ja nur froh, daß wir genau zum richtigen Zeitpunkt die Gasheizung gekauft haben und die ist echt spitze und macht richtig schnell kuschelig im Boot. So haben wir doch glatt gestern das erste mal seit dem wir an Bord sind fern gesehen. Wir haben uns auf die Couch gelümmelt, der Gasofen imitiert den Kachelofen erfolgreich und bei Tee und Keksen haben wir uns fast wie zu Hause gefühlt. Allerdings findet das natürlich bei 19 Grad Außentemperatur statt und nicht bei, wie viel hat’s grad in Deutschland gleich nochmal? 3 Grad! Verwöhnt ist man schon mittlerweile, ich geb’s ja zu. Trotzdem kann’s bald mal wieder anreissen mit den Temperaturen sonst werden wirklich bald Richtung Sardinien, Tunesien und dann Malta aufbrechen in der Hoffnung dort noch etwas ruhiges Sommerwetter zu erwischen.

19.10.2010

Kaum hat es 2 Tage Sonnenschein ist alles wieder vergessen und wir wieder versöhnt mit dem 17. Deutschen Bundesland, Mallorca. So muß es sein, man wacht auf, und die Sonne wirft überall im Boot seine Lichtreflexe hin und es glitzert wie 1000 Sterne. Man dreht sich um und schaut aus dem großen Schlafzimmerfenster genau auf spiegelglattes, türkises Wasser und einen strahlend blauen Himmel. Zur Feier des Tages gibt es nach dem Aufstehen ein richtig üppiges Frühstück draußen, das Thermometer zeig um 11 Uhr schon 25 Grad an und wir hüpfen zwischen Tee und Honigbrot in’s Wasser und wissen wieder, daß das einer der Gründe ist warum wir alles zu Hause stehen und liegen haben lassen.

Heute werden wir einen Gemütlichen machen und echt mal die Ruhe genießen, vielleicht fahren wir am Nachmittag die 2sm nach Cala D’Or weiter, vielleicht aber auch nicht, mal sehen. Dann haben wir wieder einmal spontanen Besuch, jemand vom Nachbarboot kommt mit dem Dinghy an und frägt ob er mal einen Blick in unser Schiff werfen darf. Aber klar, das freut uns ja auch und so gibt es eine kleine Schiffsbesichtigung zwischen durch.

Ein ähnliches Erlebnis hatten wir vor einer Woche in Portal Vells, da kommen wir in die Bucht zum Ankern und sind schon mal ganz überrascht, da liegen bestimmt 10 Catamarane auf einem Haufen und unser Nachbar hat Happy Birthday am Mast hängen. Spontan werden wir zur Geburtstagsparty am Abend am Strand eingeladen, dort erfahren wir dann auch, daß es sich um eine einwöchige Regatta handelt, die hier jedes Jahr von einer Deutschen organisiert wird und das Geburtstagskind aus Utting am Ammersee kommt und seine Kinder bei meiner Freundin im Stall reiten, in dem ich mein Pferd lange Jahre stehen hatte. Tja, die Welt ist klein und so kommen Grüße von uns sicher nach Utting. Am nächsten Tag haben uns dann ein paar der Regattasegler auf unserem Schiff besucht und haben auch eine kleine Schiffsführung bekommen, da einer von Ihnen extra nach Copenhagen fliegen wollte um eine Lagoon 421 anzuschauen. Da war’s dann doch einfacher mit dem Dinghy um die Ecke zu fahren, auf Malle ist eben alles möglich.