Unser erster Besuch – die Mädels sind da!

24.09.2010

Die falsche Bucht hat sich als totaler Treffer entpuppt. (Für Mehr bitte auf der Start-Seite in der jeweiligen Positionen  oben rechts auf +Plus+ oder im Tagebuch oben auf Kommentar klicken) Wir liegen mitten in der Bahia de Palma und das völlig alleine, in einer kleinen super schönen Cala, auf türkisfarbenem Wasser mit den typischen roten Felswänden um uns rum, oben stehen Pinien Wälder und am Ende der Bucht liegt ganz einsam ein schöner Strand, unglaublich, nach Palma Stadt sind es gerade mal 6sm.

Einzig das Wetter ist kein Traum, es hat die ganze Nacht und bis heute Mittag so geschüttet, daß von den Felsen richtige Sturzbäche runter kommen und heute fliegen  doch die Mädels ein, die Armen, gleich am ersten Urlaubstag so ein Wetter. Dabei haben wir uns das eigentlich genauso gewünscht, daß es so richtig schüttet, da sparen wir uns echt viel Arbeit. Nach dem langen Tripp ist alles extrem voller Salz und hätte ordentlich mit Süßwasser gereinigt werden müssen und so hat das der da oben für uns erledigt, ausßerdem waren beide Dinghys so voll mit Süßwasser, bestimmt 20cm, so daß wir den Dampfstrahler angeschmissen haben und den Ferienwohnungsurlaubern über uns gleich mal so richtig das Frühstück versaut haben. Direkt über uns haben ein Pärchen beschlossen in dem Moment den Frühstückstisch zu decken als wir unseren Dampfstrahler an Deck hievten. Wie wir ihn zum Angriff bereit hatten setzten sie sich gerade hin um so wie wir die Regenlücke zu nutzen, aber nicht um mit Hochdruck ein Schiff auf Vordermann zu bringen sondern gemütlich zu frühstücken. Tja, das ist kein optimales Timing und als ich sie da so aufspringen sah und entrüstet mit in die Hüften gestemmten Armen rumrennen hab ich krampfhaft versucht mich zu erinnern welcher Tag heute ist, ah Freitag und wie viel Uhr, 10 Uhr!  Na dann, gib Gas Schatzi, kein Sonntag und keine Maniana, wir machen nix falsch. Die 10 Minuten die wir für das Vordeck gebraucht haben, haben sie zum Frühstück nach innen verlagern genutzt, dann kurze Pause und unsere Zuschauer räumen ihr ganzes Frühstück wieder raus. Gerade als sie sich hinsetzen, haben wir alles umgebaut um mit dem Dampfstrahler jetzt das Cockpit und das Heck in Angriff zu nehmen. Oben spielt sich wieder das Gleiche ab wie vorhin, als wir den Dampfstrahler das zweite mal anschmeissen, erst stiefeln sie ganz aufgebracht von der einen Seite ihrer 3 qm Klinkerterrasse zur anderen und irgendwann geben sie auf und räumen wieder alles rein. Das nächste mal als sie alles wieder auf ihre Terrasse schleppen, inklusive Stühle und Tisch ist erst als wir definitiv wieder unser Monster in der Backskiste verschwinden lassen. Ganz erleichtert lassen sie sich an ihrem Frühstückstisch nieder, geben sich ein Küßchen und fangen endlich an sich ein Brot zu schmieren, da geht ein Wolkenbruch runter sowas hat Mallorca glaub ich lange nicht mehr gesehen und wir haben unsere Frühstückler nicht mehr gesehen.

Bis 14 Uhr hat es immer wieder sowas von geschüttet, daß wir kaum bis zum Bug vorgesehen haben, aber wie das immer so ist im Süden plötzlich reißt es auf und es ist ein strahlend schöner Tag alles am Boot wird trocken und es sieht aus wie wenn es gerade aus dem Verkaufsraum kommen würde, so sauber war unsere Rufus noch nicht, geschweige denn da wo sie neu war.

Um 16 Uhr waren wir in Puerto Portals, dort haben wir uns mit den Mädels verabredet, die vom Flughafen bis dorthin mit dem Taxi kommen wollten. Endlich gegen 19 Uhr waren sie auch wirklich da und ein tarnfarbener Bundeswehrrucksack mit Krücken (Kerstin) hüpfte durch die Marina, im Schlepp eine überdimensionale Reisetasche auf Rädern, die mindestens so viel wog wie ihre Lenkerin, Annette, die man dahinter kaum ausmachen konnte.

Der erste Besuch aus Deutschland, supi!